Android – Wie schütze ich meine Daten

Android-SecurityEins der wohl am meist verbreitetsten Betriebssysteme für mobile Endgeräte, stammt von Google und nennt sich „Android“. Dieses Betriebssystem galt schon lange auch als gefährlicher Herd für Hackerzugriffe und Spyware. Ähnlich wie in früheren Zeiten mit Windows haben sich Software und Blackhat-Spezialisten darauf konzentriert, die meistgenutzte Plattform zu infiltrieren. Die User sind dabei teilweise selber schuld: ihre Nachlässigkeit und das ungebändigte Vertrauen in das elektronische System schützt sie weder vor Datenverlust noch vor verlorener Privatsphäre.

Allerdings haben sich die Android-Entwickler diesem Problem auch angenommen. Wie die Huffington Post Ende 2012 in einem Bericht schrieb, wurde von Google ein neues Security Feature veröffentlicht das Malware stoppen soll. Dieses Feature soll die User darauf hinweisen, dass sie gerade eine potenziell gefährliche App herunterladen. Anders als bei den Apple-Produkten werden die von externen Programmierern entwickelten Apps bei Google Play nämlich nicht so streng moderiert wie das z.B. bei Apple der Fall ist. Das bietet auf der einen Seite eine große Freiheit für die Entwickler, auf der anderen Seite aber eben auch viele Nährböden für Malware.

Das Security Feature soll also dabei helfen, die “Guten” von den “Schlechten” Apps zu unterscheiden. Aber auch Apps mit Reputation sind nicht ohne. Sie mögen zwar keine Viren mitbringen, aber beteiligen sich rege am Informationenklau. Einer Infografik zu Folge sind es auch Apps wie Path oder Glancee, die Daten sammeln – ohne die jeweiligen Berechtigung vom User einzufordern.

Natürlich gibt es Möglichkeiten, sich zu schützen. Diese berufen sich allerdings derzeit noch stark auf den Menschenverstand. Die Multitasking-Fähigkeit der Smartphones sollte etwa nicht überstrapaziert werden. Apps, die im Hintergrund geöffnet sind, haben das Potenzial zum Datenverlust oder zum Missbrauch von außen. Selbstverständlich sind wichtige und sehr private, intime Daten immer in Gefahr, wenn sie auf einem kleinen Smartphone transportiert werden. Apps sollten nur aus vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen werden – auch wenn die Nutzung von Google Play noch keine Garantie für “saubere” Apps ist.

Richtig aufpassen muss man bei den Zugriffsanfragen der Apps. Die Daten, die gesammelt werden, müssen transparent sein. Wer die Zugriffsrechte nicht erteilen möchte, kann die App allerdings auch nicht nutzen. Auch ein Problem sind diejenigen, die vergessen ihr System mit Updates zu versorgen. Diese Updates enthalten in der Regel Patches und Fixes, die Bugs und Sicherheitslücken schließen sollen. Wer mit einem veralteten Betriebssystem herumläuft, der gefährdet sich und seine Daten.

Wenn sich der Akku auch in Ruhezeiten ungewöhnlich schnell entleert, sollte man hellhörig werden, denn dies kann ein Warnsignal dafür sein, dass Up- oder Downloads unsichtbar im Hintergrund laufen. Auch hier sollte man jegliche überflüssige Apps entsorgen und noch mal checken, was eigentlich auf dem Gerät installiert ist.

Natürlich gibt es auch Malware Protection Apps. Eine „bunte“ Liste hat Phandroid zusammengestellt. Aber nicht immer bleibt es so, denn Hacker sind fleißig und arbeiten ständig daran die App Nummer 1 zu knacken. Dies ist auch einer der Gründe, warum auch der User selber mithelfen muss, indem er darauf achtet welche Apps er herunter lädt und welche Zugriffsrechte diese Apps einfordern. Auf jeden Fall sollte auch eine gute Sicherheitsapp auf dem Android nie fehlen. Extra-Schutz können sich sehr vorsichtige User auch für den Browser installieren. Die App “Webroot” gibt es sowohl für Android als auch für iOS-Plattformen.

Nichtsdestotrotz sind es schließlich aber doch die User, die die Kontrolle über den Missbrauch ihrer Daten haben. Mit starken Passwörtern und einer gewissen Vorsicht bei der Verwaltung ihrer Daten über ihre mobilen Geräte können sie den meisten Problemen aus dem Weg gehen. Selbst Accounts, die nur der Freizeit dienen – etwa beim Online-Poker – können zur Falle werden, wenn sie sensible Daten wie Kreditkartennummern enthalten. Wie man sich vor Phishing-Fallen schützt (die zugegebenermaßen auch für PCs und Macs aufgestellt werden),
kann man hier nachlesen.

Über Enrico S.

Programmierer, Webdesigner, Grafiker, Blogger, Screencaster, Arduino- und eMobility Enthusiast. nefilim3006 ist auch bei Google+ vertreten

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